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Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück

(Colonia)

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Deutschland, Luxemburg, Frankreich , Originalsprache: Englisch, Spanisch
, FSK ab 16

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(Regie)

(Drehbuch)
(Drehbuch)

(Produktion)

(Musik)
(Musik)

(Kamera)

(Schnitt)

: Lena
: Daniel
: Paul Schäfer
: Gisela
: Ursel
: Doro
: Deutscher Botschafter
: Niels Biedermann
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"Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" ist ein internationaler Thriller des oscarprämierten Regisseurs Florian Gallenberger aus dem Jahr 2015 mit Emma Watson und Daniel Brühl in den Hauptrollen. · Der Film wurde von Benjamin Herrmann produziert und erzählt eine fiktive Geschichte vor dem Hintergrund der realen "Colonia Dignidad", einer 1961 im Süden Chiles gegründeten Siedlung einer deutschen Sekte, die im Zuge des Militärputschs von Augusto Pinochet im Jahre 1973 traurige Berühmtheit erlangte. · Der Film startet in Deutschland am 18. Februar 2016 im Majestic Filmverleih. · "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" feierte seine Weltpremiere am 13. September 2015 auf dem Toronto International Film Festival und seine europäische Festivalpremiere am 26. September 2015 auf dem Zurich Film Festival. · Die (reale) "Colonia Dignidad" war eine deutsche Sekte, die 1961 vom Laienprediger Paul Schäfer gegründet wurde. Völlig abgeschnitten von der Außenwelt wurden die rund dreihundert Anhänger Schäfers unterdrückt, mißbraucht und gefoltert. Chilenische und deutsche Behörden haben sich um die Zustände in der "Colonia" nicht gekümmert, da die "Colonia" erfolgreich ein Image als unbescholtene, fleißige, landwirtschaftlich geprägte Gemeinschaft pflegte. Paul Schäfer hatte enge Verbindungen zum chilenischen Militär und zu General Augusto Pinochet, der 1973 erfolgreich gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende putschte und Säuberungsaktionen durchführte. Paul Schäfer stellte die unterirdischen Anlagen der "Colonia" Pinochets Geheimpolizei DINA als Folterlager zur Verfügung, in dem zahlreiche politische Gefangene gefoltert und getötet wurden. Erst in den 1990er Jahren wurde das menschenverachtende System einer breiteren Öffentlichkeit bekannt; Paul Schäfer floh nach Argentinien, wo er 2004 festgenommen wurde. Er wurde wegen tausendfachen Missbrauchs an Kindern und anderer Verbrechen zu 33 Jahren Haft verurteilt und starb 2010 im Gefängnis in Santiago. · Während es sich bei den beiden Hauptfiguren im Film, Lena und Daniel, um fiktive Charaktere handelt, basieren die Geschehnisse innerhalb der "Colonia Dignidad" im Film auf wahren Ereignissen. Dies gilt sowohl für einzelne Szenen, wie etwa Paul Schäfers Versuch, ein Sektenmitglied wieder zum Leben zu erwecken, als auch für die grundsätzlichen Lebensbedingungen und Abläufe innerhalb der Colonia, etwa die strikte Trennung von Männern, Frauen und Kindern, die zwangsweise Abgabe von Medikamenten und Psychopharmaka an die Sektenmitglieder, die Bestrafungsaktionen für jede noch so kleine Verfehlung et cetera. · Auch die Kollaboration der deutschen Botschaft in Santiago de Chile mit dem Sektenchef Paul Schäfer, die der Film thematisiert, ist historisch belegt. Auch wenn dies nicht in der zugespitzten Art und Weise geschehen ist, wie im Film geschildert, so hat die deutsche Botschaft doch über Jahre ihre schützende Hand über die "Colonia Dignidad" gehalten und zum Beispiel Sektenmitglieder, denen tatsächlich die Flucht aus dem eingezäunten und schwer bewachten Areal gelungen war und die in der Botschaft Zuflucht gesucht haben, wieder zurück in die "Colonia" geschickt, wo sie als Strafe für ihre Flucht Bestrafungsmaßnahmen unterzogen wurden. Der deutsche Botschafter Erich Strätling hat nach einem mehrtägigen Besuch in der "Colonia Dignidad" 1977 sogar sein Ehrenwort gegeben, daß alle Vorwürfe gegen die Gemeinschaft um Paul Schäfer (darunter Folter und Kindesmißbrauch) vollkommen haltlos seien. · Regisseur und Co-Drehbuchautor Florian Gallenberger hat jahrelang in Chile recherchiert und hatte exklusiven Zugang zu ehemaligen Mitgliedern der "Colonia" und historischem Foto- und Filmmaterial, welches bis dato niemals außerhalb der Sekte gezeigt worden ist. Ehemalige Bewohner der "Colonia", die den Film gesehen haben, bestätigten im Rahmen der Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival die Authentizität und sind froh, daß mit "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" den Opfern Paul Schäfers ein Denkmal gesetzt wird. · Gedreht wurde "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 in Buenos Aires, Luxemburg, München und Berlin. Während die Szenen in Santiago de Chile in Buenos Aires gedreht wurden, entstand die "Colonia" als Kulisse in einer stillgelegten Schiefermiene in Martelange in Luxemburg. Für die Aufnahmen in den unterirdischen Anlagen wurden die Kasematten der Stadt Luxemburg genutzt. Die Innenszenen in der "Colonia" wie auch in der deutschen Botschaft wurden in und um München gedreht, für den gefluteten Tunnel wurde das Stadtbad Tiergarten in Berlin gesperrt. · "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" ist eine Produktion der Majestic Filmproduktion, in Co-Produktion mit Iris Productions, Rat Pack Filmproduktion, Rezo Productions und Fred Films, in Zusammenarbeit mit ProSieben und Sky. Gefördert mit Mitteln von FilmFernsehFonds Bayern, Medienboard Berlin-Brandenburg, Filmförderungsanstalt, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Deutscher Filmförderfonds, Film Fund Luxembourg. Die Projektentwicklung wurde gefördert vom MEDIA-Programm der EU. Der Film startet im Verleih des Majestic Filmverleihs, den Weltvertrieb betreut Jan Mojtos Beta Cinema. Zu den internationalen Verleihern gehören Rezo Films in Frankreich, Good Films in Italien, Ascot Elite in der Schweiz und Filmladen in Österreich. · Regisseur Florian Gallenberger und Produzent Benjamin Herrmann haben bereits an zahlreichen Projekten zusammen gearbeitet: Herrmann war Co-Produzent von Gallenbergers Oscar-Film "Quiero Ser", Produzent von John Rabe, der mit vier deutschen Filmpreisen ausgezeichnet wurde, darunter als "Bester Film", daneben waren beide Produzenten von Christian Züberts Kinofilm "Hin und weg" und haben drei Jahre lang als künstlerische Leiter die Verleihung des deutschen Filmpreises verantwortet. · Im Film enthalten sind drei bekannte Songs aus den 1970er Jahren: "Ain’t No Sunshine" von Bill Withers, "Try (Just a Little Bit Harder)" von Janis Joplin und "Samba Pa Ti" von Carlos Santana. · Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei Christa Kistner Synchronproduktion in Berlin. Das Dialogbuch verfasste Elke Weber-Moore, Synchronregie führte Pierre Peters-Arnolds. Die Schauspieler Daniel Brühl, Vicky Krieps, Jeanne Werner, August Zirner, Martin Wuttke, Katharina Müller-Elmau und Johannes Allmayer haben sich dabei selbst synchronisiert.

Titel zu diesem Film:

» Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück
» Colonia
» Colonia Dignidad

Filmtrailer:






Handlung:

Chile 1973. Die Stewardess Lena stattet ihrem Freund Daniel einen Überraschungsbesuch in Santiago de Chile ab. Daniel ist Fotograf und in Santiago Teil einer studentischen Aktivistengruppe, die den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende unterstützt. Daniel und Lena genießen die gemeinsamen Tage und ihre Liebe, doch am Morgen des 11. September zerreißt der Militärputsch von General Augusto Pinochet die Idylle und stürzt die Stadt ins Chaos. Daniel und Lena versuchen zu fliehen, werden aber wie Tausende andere aufgegriffen und ins Nationalstadion von Santiago gebracht, wo ein Überläufer die Unterstützer von Allende identifiziert. Einige werden an Ort und Stelle erschossen, andere verschleppt. Als der Überläufer vor Daniel steht, zögert er einen Moment, erkennt ihn dann aber als einen der Aktivisten und die Militärs packen Daniel und lassen ihn abtransportieren.

Vollkommen geschockt wird Lena am nächsten Morgen alleine aus dem Stadion entlassen. Sie findet Daniels Wohnung verwüstet vor. Von seinen Freunden aus der Studentengruppe erfährt sie, dass man Daniel vermutlich in ein geheimes Folterlager der Militärpolizei gebracht hat, welches sich auf dem Gelände der ominösen Colonia Dignidad befindet. Lena ist fest entschlossen, Daniel zu befreien, doch die Studenten haben ihn aufgegeben. Sie werden in den Untergrund gehen und sehen keine Chance auf eine Rettung Daniels. Bei Amnesty International erfährt Lena, dass es sich bei der Colonia um eine Sekte handelt, eine strengstens von der Außenwelt abgeriegelte Glaubensgemeinschaft unter der Führung von Paul Schäfer, einem deutschen Laienprediger, der sich im chilenischen Nirgendwo eine Welt nach seinen Vorstellungen gebaut hat. Auch dort wird ihr abgeraten, etwas zu unternehmen.

Doch Lena will Daniel nicht aufgeben. Sie macht sich auf den Weg in den Süden, um sich als "neues Sektenmitglied" in die mysteriöse Colonia einzuschleusen. Sie begibt sich in die verstörende Welt um Paul Schäfer, oder "Pius", wie er sich nennen lässt, und erfährt dabei die Mechanismen der Unterdrückung, die das Leben innerhalb der Colonia bestimmen, am eigenen Leib. Männer, Frauen und Kinder sind strengstens voneinander getrennt, harte Arbeit und martialische Strafen bestimmen die Tage und über allem schwebt der sadistische Zynismus von Paul Schäfer.

Doch als General Pinochet seine Verbündeten in der Colonia besucht, entdeckt Lena schließlich Daniel, der die Folter überlebt hat. Sie schaffen es, kurz miteinander zu sprechen, und vereinbaren ein heimliches Treffen. Tief bewegt und überglücklich, sich gefunden zu haben, planen sie die riskante Flucht aus der Colonia, die bisher noch niemandem geglückt ist.

Externe Links zu diesem Film:

Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück in der dt. Wikipedia
Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück in der Internet Movie Database

News zu diesem Film:

  • Mo. 01.08.2016 14:10:
    Das historische Politdrama "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" aus dem Jahr 2015 von Florian Gallenberger mit Emma Watson, Daniel Brühl, Michael Nyqvist u.a. erscheint am Donnerstag, 4. August 2016, auf DVD und Blu-Ray.
  • Mi. 17.02.2016 20:05:
    Der international produzierte Thriller "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück", basierend auf einem wahren Hintergrund, startet mit Emma Watson und Daniel Brühl am Donnerstag, 18. Februar 2016, in den deutschen Kinos.

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